So. War ich also auch mal auf diesem ominös-populären Southside.
4 Tage Dreck, Wind, Schlamm, fettige Haare und wirklich gute Musik.
Festival eben.
Festival eben.
Und das nüchtern. Das war ja das große Experiment. Ich und mein zwei Jahre jüngerer Klon Clara, beide überzeugte Nichttrinker, zu Zweit auf nem Festival. Unser erstes Mal!
Und weil mir währenddessen soviel eingefallen ist, was ich der Welt mitteilen möchte, kommt da eben jetzt ein Blog drüber. Aber kein Blog im Sinne von „Erst waren wir da, dann da und dann hats unser Zelt weggeweht, dann haben sie unseren Stuhl geklaut und unser Sackkärrele, dann sind wir dahin und dann da und dann wieder heim.“ SONDERN mehr so was mir aufgefallen ist.
An den Leuten. Umgebung. An dem ganzen SPIRIT was da so vorherrscht.
An den Leuten. Umgebung. An dem ganzen SPIRIT was da so vorherrscht.
Cheggsch oder.
Okay.
Also. Das Erste, was mir aufgefallen ist und was mich die GANZE Zeit immer wieder so abnormal gestört hat, sind diese ganzen erzwungenen Individuen.
Die Bezeichnung gefällt mir. Erzwungene Individuen. Mir ist klar, dass das ein Paradoxon ist.
„Oh hi, schaut mich an, ich bin so abnormal alternativ, mir ist sowas von egal was andere von mir denken und das muss ich jedem zeigen, fuck the system, lololol. Ich bin anders als alle anderen und meine freunde sehen genauso aus wie ich und es pisst und ist nacht aber HAUPTSACHE ICH TRAG MEINE SO COOLE MINDESTENS GENAUSO ALTERNATIVE SONNENBRILLE DIE GANZE ZEIT DAMIT JEDER SIEHT WIE ABNORMAL ABGEFAHREN ANDERS ICH BIN.“
Diese verfluchten Sonnenbrillen.
Nachts um 2 bei Regen, aber ne Sonnenbrille aufhaben. Am Besten noch diese megamäßig angesagten Ray Ban Teile.
Das macht mich so aggressiv.
Nachts um 2 bei Regen, aber ne Sonnenbrille aufhaben. Am Besten noch diese megamäßig angesagten Ray Ban Teile.
Das macht mich so aggressiv.
Vielleicht steckt hinter dem Ganzen irgendwo ein versteckter, tieferer Sinn, der mir dummerweise verborgen bleibt aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es mich aufregt.
Genauso wie diese verdammten Schuhbändel um den Kopf.
Achja und es hat – 23 Grad und quasi Eisregen, aber Gummistiefel und Hotpants sind ja das HOT der Saison.
Was mir so gut gefällt, ist die Stimmung.
Klar, sind alle besoffen und mir scheint langsam, dass so mancher Festivalbesucher nur hinkommt, um 3 Tage durchzusaufen („EY ihr, kommt, trinkt was mit mir!“ – „Ne, danke.“ – „ALTER IHR SEID VIEL ZU NÜCHTERN WAS WOLLT IHR ÜBERHAUPT HIER EY!“) und nicht wegen der guten Chance ein Haufen richtig guter Bands an einem Wochenende live sehen zu können, aber jeder ist so derbe gut drauf und einfach jeder ist dein Freund. Das mag ich.
Klar, sind alle besoffen und mir scheint langsam, dass so mancher Festivalbesucher nur hinkommt, um 3 Tage durchzusaufen („EY ihr, kommt, trinkt was mit mir!“ – „Ne, danke.“ – „ALTER IHR SEID VIEL ZU NÜCHTERN WAS WOLLT IHR ÜBERHAUPT HIER EY!“) und nicht wegen der guten Chance ein Haufen richtig guter Bands an einem Wochenende live sehen zu können, aber jeder ist so derbe gut drauf und einfach jeder ist dein Freund. Das mag ich.
Apropos Musik, darum geht’s doch!
Überragend waren Flogging Molly, the Subways, Kaizers Orchestra, My Chemical Romance und Incubus.
The Sounds wären auch geil gewesen, hätt die Technik nicht so abnormal gesponnen und wär die Sängerin nicht offensichtlich komplett stoned gewesen.
Zu Zweit wars halt bisschen doof. Und besoffen lassen sich eben leichter Kontakte schließen.
Aber zumindest haben wir mit unseren Nachbarinnen eine Gitarrensession gehabt :)
Das war cool.
Jetzt hab ich mir das Wichtigste von der Seele geschrieben.
Achja. Und ich hab nen Sonnenbrand. Und wir hatten viel zu viel zu essen dabei.
Das nächste Mal mit mehr Leuten und besser Wetter, por favor.
Die Überschrift kann man übrigens doppelt werten. Die Entjungferung von mir als Festivalbesucher und die Entjungferung des Blogs durch einen Blog der gar nix mit Mimme en Espana zutun hat.
Verrückt!
Übrigens: "Doch man sieht, es ist Obst im Haus."
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